Monatsarchive: Juli 2020

Windparkpläne in den Gemeinden Itterbeck und Wielen

Windenergieanlagen im Raum Itterbeck/Wielen

Seit etwa zwanzig Jahren gibt es Bestrebungen von verschiedenen Seiten (Grundstückseigentümer und/oder Projektierer), um im Raum Itterbeck/Wielen Windenergieanlagen zu errichten. Aus verschiedensten Gründen ist es bisher nie dazu gekommen, nicht zuletzt weil die Räte der Gemeinden die vorgelegten Konzepte als nicht mehrheitsfähig ansahen.

Seit geraumer Zeit versucht nun die NVB (unser eigenes kommunales Tochterunternehmen) eigene Pläne in Bezug auf Windkraft zu realisieren. Dazu braucht es ein „Ja“ aller in dem betreffenden Gebiet vorhandenen Grundstückseigentümer und schließlich einen Beschluss der Gemeinderäte, die Samtgemeinde Uelsen zu bitten, den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern.

Den Räten kommt dabei die wichtige und zugleich schwierige Aufgabe zu, die zum Teil unterschiedlichen Interessen von Grundstückseigentümern, Anliegern und der Allgemeinheit zusammenzuführen, oder auszugleichen. Geplant ist, sieben Anlagen in Itterbecker Moor und sechs Anlagen in Balderhaar Moor zu errichten (Investitionsvolumen ca. 90 Millionen Euro). Neben Grundstückseigentümern sollen sich Anwohner, NVB und die Gemeinden direkt beteiligen können. Anlieger bis zu einer Entfernung von 1.500 m sollen gestaffelt 1.500€ bis 3.500€, je nach Entfernung zum Park, jährlich erhalten. Außerdem soll jeder Haushalt entweder durch einen Bürgersparbrief oder durch verbilligten Strom profitieren können. Auch die Gemeinden sollen entweder durch eine Stiftung und/oder direkte Zahlung ca. 200.000€ jährlich erhalten (plus Gewerbesteuer).

Die Gemeinderäte haben in ihrer Entscheidung abzuwägen zwischen den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen der Windkraft (Energiewende) und unbestreitbaren Eingriffen in das Landschaftsbild sowie gewissen Belastungen der Anwohner.

Gemeinde Uelsen bekämpft EPS

Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung

Auch in der Region Grafschaft Bentheim breitet sich der Eichenprozessionsspinner (EPS) immer umfangreicher aus. Die auch in der Vergangenheit bei uns stattfindenden milden Winter und warmen Frühjahre bieten der eigentlich aus Südeuropa stammenden Schmetterlingsart gute Lebensbedingungen. Die Gemeinde Uelsen hat daher Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung getroffen und ruft gleichzeitig zur Vorsicht auf. Denn die Brennhaare des EPS können bei Kontakt zu lokalen Hautausschlägen, starkem Juckreiz, Reizungen der Schleimhäute sowie allergischen Schockreaktionen führen.

In Uelsen schaut man momentan gespannt auf die Ergebnisse der Bekämpfung des EPS mittels Baumfallen und durch das erfolgte Anbringen von Meisenkästen.

Als besonders erfolgreich hat sich im letzten Jahr allerdings bereits das Absaugen der Nester mittels eines speziellen Saugers erwiesen. Über 1000 Nester wurde auf dieses Art entfernt.

Darum wurde bereits im Frühjahr eine zweite Absauganlage angeschafft, sodass inzwischen zwei Teams in den frühen Morgenstunden parallel auf dem Gemeindegebiet unterwegs sind und Nester absaugen. Dadurch kann die Bekämpfung noch schneller und umfangreicher durchgeführt werden und die Bevölkerung vor den Folgen des EPS geschützt werden. Je nach Gefahrenlage werden zunächst befallene Bäume in der Nähe von Schulen, Kindergärten und sensiblen Einrichtungen abgesogen. Danach erfolgt die Absaugung in den Siedlungsgebieten

Neues von der Gemeinde Wilsum…

… zur, vom Heimatverein Wilsum e.V. gepflegten und zum Leben erweckten Gelände „Schonevelds Mühle“.

Schonevelds Mühle

Schonevelds Mühle

In den letzten Jahren hatte die Böschung am Mühlenteich sehr gelitten. Um ein Abbrechen dieser zu verhindern, war eine Instandsetzung der Böschung und der Ablaufgräben dringend erforderlich. Dank der Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und Mitgliedern des Heimatvereins Wilsum e.V. und der Gemeinde Wilsum konnte durch die Fa. Wintering im letzten Winter mit den Arbeiten begonnen werden. Seit April dürfen sich nun alle Besucher an der hervorragenden Arbeit erfreuen.

Für die Unterbringung von Maschinen, plant der Heimatverein seit einigen Jahren den Bau einer Remise. Wir freuen uns, nun berichten zu können, dass im April mit dem Bau begonnen wurde und hoffen zum Jahresende auf die Fertigstellung. Wir danken dem Heimatverein für die Finanzierung.

In den letzten Wochen wurde beim Bauerngarten vom Werkstattteam des Heimatvereins ein lebendes Schaukelgerüst aufgestellt. Dies entspricht den Vorgaben für öffentliche Spielplätze. Mit diesem Angebot wird auch den jüngsten Besuchern des Geländes etwas geboten.

Im Sommer beginnt die Sanierung der Mühlenräder durch die Fa. MOLEMA. Dies ist durch Mittel der Emsländischen Landschaft aus dem niedersächsischen Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen, dem ArL (Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems) Meppen, dem Heimatverein und der Gemeinde Wilsum möglich. Diese Maßnahme soll bis zum Ende des Jahres ebenfalls abgeschlossen sein.

Wir bedanken uns im Besonderen beim Vorstand des Heimatvereins, der durch seine guten Vernetzungen zu den einzelnen Projekten die vielen Zuschüsse einholen konnte.

Der Nachbau der Windmühle

Instandhaltung durch den Heimatverein Uelsen und Umgebung e.V.

Im Jahr 1981 feierte die Gemeinde Uelsen ihr 850-jähriges Bestehen. Die Bogengemeinschaft „Lotshook“ hat dabei neben ihrem Bogen an der Höcklenkamper Straße den Nachbau der Windmühle errichtet. Die Nachbarn vom „Lotshook“ erbauten dann 1984 an gleicher Stelle die noch heute stehende Mühle aus Sandstein.

Nachbau der Windmühle

Nachbau der Windmühle

Zur Einweihung der Mühle im Juni 1984 versammelte sich eine große Anzahl von Zuschauern. Bürgermeister Paul Ricken und Gemeindedirektor Wilhelm Veddeler konnten dabei u.a. den Fürsten von Bentheim-Steinfurt, den Heimatdichter Karl Sauvagerd, den Bundestagsabgeordneten Jan Oostergetelo sowie Samtgemeindebürgermeister Geert Elbert begrüßen.

Dazu verfasste Karl Sauvagerd am 09.06.1984 ein plattdeutsches Gedicht mit dem Titel „Bürgerinitiativen“. Das Gedicht liegt dem Heimatverein vor und umfasst fünf DIN-A4-Seiten.

Die Mühle ist bis zum heutigen Tag als kleines Wahrzeichen erhalten geblieben und wird seit einigen Jahren vom Heimatverein Uelsen und Umgebung e.V. instand gehalten. So ist erst kürzlich ein kleiner Zaun errichtet worden und die Holzteile wurden neu lackiert.

So bleibt die „Kleine Windmühle“ auch in Zukunft ein Schmuckstück für unsere Gemeinde.

Sachstand Ärzteversorgung

Gemeinschaftspraxen Veeltmann/Martiny und Kaandorp/Velitchkov

Landesweit besteht unbestreitbar ein Ärztemangel im niedergelassenen Bereich, der sich zeitnah noch dramatisch verschärfen wird. Davon sind auch die Niedergrafschaft und damit die Samtgemeinde Uelsen nicht verschont geblieben. Erfreulicherweise haben sich inzwischen vier Ärzte entschlossen, sich in Uelsen als kassenärztliche Hausärzte niederzulassen.

Der Praxisausbau in der Alten Molkerei geht mit großen Schritten voran, sodass die Gemeinschaftspraxis Veeltmann/Martiny dort im Oktober ihren Praxisbetrieb aufnehmen wird.

Und auch Frau Kaandorp hat mit Ihrem Vater, Herrn Velitchkov, bereits ihren Wohnsitz in die Niedergrafschaft verlegt und beide planen aktuell den Ausbau ihrer Gemeinschaftspraxis am Linnenbachweg, um ebenfalls im Oktober ihr gesundheitliches Leistungsspektrum anbieten zu können. Über ihre Homepage (www.hausarzt-uelsen.de) stellen sie sich bereits der Bevölkerung in der Niedergrafschaft vor.

Gemeinde Wielen – Neubau bzw. Renovierung der Kreisstraße

Fertigstellung letzter Bauabschnitt

Nachdem die ersten drei Bauabschnitte der Kreisstraße im Bereich Wilsum und Itterbeck-Ratzel fast fertiggestellt sind, wird zur Zeit der letzte Bauabschnitt in Wielen in Angriff genommen, wobei beim Heidegut auch die Bushaltestelle behindertengerecht ausgebaut wird.

Zum Teil wird der gesamte Unterbau der Straße erneuert, so dass die Straße nur mit Hindernissen zu überwinden ist. Die Anlieger tragen das mit großer Geduld, obwohl nicht einmal die regelmäßige Müllabfuhr gesichert ist.

Viele Ortskundige nutzen die kleinen Gemeindestraßen und nicht die offiziell ausgeschilderte Umleitung. Anlieger und auch die Verkehrsteilnehmer fiebern dafür der Fertigstellung entgegen.

Junge Union Niedergrafschaft

Rückblick – Ausblick

Im vergangenen Jahr unterstützte die Junge Union (JU) Niedergrafschaft tatkräftig den CDU-Kandidaten und bisherigen ehrenamtlichen Bürgermeister von Uelsen, Hajo Bosch, zur Wahl des Samtgemeindebürgermeisters. Organisiert wurde u.a ein Live-Stream-Interview auf Facebook sowie ein gemeinsamer Nachmittag mit Boule-Einführung durch Hajo Bosch persönlich und einem anschließenden Grillen, zu dem auch Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen waren. Der mitgliederoffene Stammtisch fand ebenfalls an jedem ersten Mittwoch im Monat statt, bei dem man sich in geselliger Runde über politische Themen austauschte.

In Bad Bentheim war die Grafschafter JU im vergangenen Jahr Ausrichter des Bezirksdelegiertentages der JU Osnabrück-Emsland, an deren Organisation und Mitwirken die JU Niedergrafschaft einen maßgeblichen Teil beitrug.

Aktuell engagiert sich die JU Niedergrafschaft im Rahmen derzeitiger Möglichkeiten bedingt durch die Corona-Krise an Online-Formaten. Unter dem Motto „JUst discuss“ organisierte z.B. die Grafschafter JU Themenwochen, die sich mit der Bewältigung der Corona-Pandemie in der Grafschaft Bentheim auseinandersetzte. Hierzu wurden auch die beiden Samtgemeindebürgermeister, Günter Oldekamp aus Neuenhaus und Hajo Bosch aus Uelsen, befragt.

Nicht zuletzt blicken wir derzeit auf die Samtgemeinde Uelsen wegen des geplanten Breitbandausbaus, der sich noch bis zum 30.06. in der Vermarktungsphase befand. Hierzu informierte die JU Niedergrafschaft mit eingeladenen Referenten, u.a. Ralf Hilmes, über eine Online-Sitzung interessierte Bürger und wies noch einmal auf die hohe Bedeutung des Glasfaseranschlusses hin. Spätestens die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig eine gute Internet-Verbindung ist. Zumal Uwe Fietzek, der derzeitige Landrat, Glasfaser „bis zur letzten Milchkanne“ zugesagt hat.

„Wir müssen dafür sorgen, dass unsere ländlichen Räume attraktiv bleiben und wir den Anschluss, sowohl in der Digitalisierung als auch in der Mobilität, nicht verlieren“, so Merle Deters, Vorsitzende der JU Niedergrafschaft.