Monatsarchive: April 2019

Im Gespräch mit Hajo Bosch

Samtgemeindebürgermeisterkandidat im Interview

Samtgemeinde-bürgermeisterkandidat Hajo Bosch im Interview

Samtgemeinde-bürgermeisterkandidat Hajo Bosch im Interview

Hajo Bosch, viele Bürgerinnen und Bürger in der Samtgemeinde Uelsen kennen dich sicherlich. Stelle dich bitte trotzdem noch einmal kurz vor.

Hallo, ich bin 45 Jahre alt, gebürtiger Uelsener und wohne mit meiner Frau und meinen beiden 17- und 14-jährigen Kindern seit 2004 wieder in Uelsen.

Nach meinem Abitur habe ich an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Berlin studiert und wurde nach drei Jahren zum Diplom-Verwaltungswirt ernannt. Bei der damaligen Bundes-versicherungsanstalt für Angestellte lernte ich als Beamter des gehobenen Dienstes in verschiedenen Abteilungen klassische Verwaltungstätigkeiten von Grund auf kennen.

Um mich beruflich noch breiter aufzustellen, habe ich parallel die Lehrerlaufbahn eingeschlagen und nach dem Studium an der FU in Berlin und an der Uni Osnabrück schließlich als Lehrer wieder den Weg in die Grafschaft und nach Uelsen gefunden.

Wie bist Du zur Politik gekommen?

Vor allem Kommunalpolitik finde ich interessant, weil sie direkt vor Ort Auswirkungen auf das Leben der Menschen hat. Ich habe schon immer versucht, etwas zu bewegen. Das war in der Vergangenheit auch mein Antrieb für viele ehrenamtliche Tätigkeiten, die ich wahrgenommen habe. Darum wollte ich auch Politik aktiv mitgestalten und habe mich 2011 sowohl für den Rat der Gemeinde als auch der Samtgemeinde Uelsen aufstellen lassen. Nachdem ich in beide Räte gewählt wurde, fiel fünf Jahre später die Wahl des Bürgermeisters der Gemeinde Uelsen auf mich.

Jetzt will ich nicht nur aktiv gestalten, sondern auch Verantwortung übernehmen, indem ich mich für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters bewerbe.

Warum sollen die Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde am 26. Mai Hajo Bosch wählen?

Ich bin in der Samtgemeinde Uelsen verwurzelt und mit vielen Vereinen und gesellschaftlichen Gruppen vernetzt. Durch meine bisherigen beruflichen Stationen ist mir Verwaltungstätigkeit gut bekannt und auch der Schulbereich, eine der originären Aufgaben einer Samtgemeinde, ist mir mit seinen Sorgen und Wünschen bestens vertraut. Gute Bildung für alle in einer modernen Schule – damit muss die Samtgemeinde punkten können.

Hinzu kommt meine achtjährige ehrenamtliche politische Tätigkeit auf Gemeinde- und Samtgemeindeebene. In dem Zusammenhang habe ich als Bürgermeister unter Beweis gestellt, dass mit mir in allen Belangen unseres gemeindlichen Zusammenlebens eine konstruktive und offene Zusammenarbeit aller Fraktionen möglich ist.

Ich bin fest davon überzeugt, dass dies insgesamt eine hilfreiche Kombination ergibt, um die Herausforderungen der Samtgemeinde Uelsen zu meistern.

Du hast bereits den Schul- und Bildungsbereich angesprochen, der bei dir auf der Agenda steht. Welche Herausforderungen wirst du noch in den Fokus rücken?

Die Themen, die zu besetzen sind, damit es in die richtige Richtung läuft, sind vielfältig.

Im Bereich des Tourismus sehe ich gute Chancen für die Samtgemeinde, sowohl in der Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern vor Ort als auch mit der niederländischen Partnergemeinde Tubbergen. Wichtig ist mir allerdings, dass wir keine Luftschlösser bauen, sondern mit angemessenen Ausgaben die Samtgemeinde auch für die einheimischen Bürgerinnen und Bürger lebens- und liebenswert gestalten und erhalten.

Wirtschaftsförderung ist ebenfalls ein ganz wichtiger Aspekt. Dazu zähle ich auch die Landwirtschaft mit vielen vor- und nachgelagerten Unternehmen. Es wird darum gehen, als ergebnisoffener Ansprechpartner in stetem Austausch mit ansässigen Firmen zu bleiben und die Rahmenbedingungen attraktiv zu gestalten, damit sie sich am Standort in der Samtgemeinde Uelsen wohlfühlen. Dabei steht die weitere Verfolgung des Breitbandausbaues sicherlich an oberster Stelle. Aber auch die Versorgung mit Kita-Plätzen und die Entwicklung der weichen Standortfaktoren spielen eine nicht minder bedeutende Rolle.

Zu Letzterem gehört für mich dann auch wieder der Bereich des touristischen Angebotes. Über die gesetzlich verpflichtenden Aufgaben des Brandschutzes hinaus ist für mich eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Feuerwehr unerlässlich.

Weitere wichtige Anliegen, die die Menschen in der Samtgemeinde bewegen, sind die Versorgung mit niedergelassenen Hausärzten und der Bereich der Pflege. Auf diesen Gebieten müssen wir alle Möglichkeiten der Ansiedlung (auch unkonventionelle) ausschöpfen und auch über interkommunale Ideen und Lösungsansätze nachdenken.

 

Nutzen Sie die Möglichkeiten und sprechen Sie Hajo Bosch auf den Bürgerinfoveranstaltungen oder privat an, um mit ihm ins Gespräch zu kommen. Nehmen Sie gerne Kontakt auf, wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben.

 

Bürgerversammlungen mit Hajo Bosch (jeweils 20.00 Uhr):

  • 08.04. Wielen (genauer Ort wird noch bekanntgegeben)
  • 09.04. Wilsum (Dorfgemeinschaftshaus)
  • 10.04. Getelo (Dorfgemeinschaftshaus)
  • 15.04. Gölenkamp (Schule)
  • 16.04. Halle (Dorftreff)
  • 17.04. Itterbeck (Bürgerzentrum)

Europa wird in Uelsen gelebt

Ideen und Möglichkeiten grenzüberschreitender Angebote im Bereich des Rad- und Wandertourismus

Auch in Zukunft muss auf eine gute Entwicklung in einem geeinten und starken Europa gesetzt werden, damit wir auch von weiteren Verbesserungen in der Infrastruktur und im Tourismus profitieren können.

Johann Schepers erläutert das Konzept des Hof Blekker. V.l.n.r.: Landratskandidat Uwe Fietzek, Johann Schüürmann, Hajo Bosch und dem Europaabgeordneten Jens Gieseke.

Johann Schepers erläutert das Konzept des Hof Blekker.
V.l.n.r.: Landratskandidat Uwe Fietzek, Johann Schüürmann, Hajo Bosch und dem Europaabgeordneten Jens Gieseke.

Unter diesem Blickwinkel stand der Besuch unseres EU-Abgeordneten Jens Gieseke kürzlich in Uelsen. Inhaltlich ging es bei dem Treffen mit unserem Samtgemeindebürgermeisterkandidaten Hajo Bosch dabei auch um Ideen und Möglichkeiten grenzüberschreitender attraktiver Angebote, vor allem im Bereich des Rad- und Wandertourismus.

Verbunden war die Stippvisite in der Samtgemeinde Uelsen mit einem Besuch des Heilpädagogischen Bauernhofes – Hof Blekker – , bei dem von Herrn Wilken und Herrn Schepers über das Konzept der Einrichtung mit dem Schwerpunkt der gelebten Inklusion und über die Baumaßnahmen eines neuen Wohntraktes und einer Bed and Breakfast-Unterkunft, als eine weitere touristische Unterkunft in Uelsen, informiert wurde.

Herzlichen Dank noch einmal an den Verein „gemeinsam leben und wohnen e.V.“ für die Gastfreundschaft und an Jens Gieseke für die Unterstützung.